Balkan-Rally 14 Tage - 17 Länder 06.07.13

Die Vorgeschichte: Winter 2009, draußen sinkt die Temperatur auf -4 Grad und wir sitzen bei ´ner dampfenden Tasse Lavazza-Kaffee. Es ist wie jedes Jahr an der mehr...

Tunesien

Kommt bald... Erste Info´s unter Reisetipps mehr...







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Balkan Rally Tag 1-2


Tag 1:    Düsseldorf/ Deutschland (1)  -   Lienz/Österreich (2)      860 km,

Endlich ist der Tag der Abreise gekommen. Ein letzter Nachtdienst und im Morgengrauen geht es ohne Schlaf los. Wir setzten wir uns auf unsere gepackten BMW´s und fahren mit einem Grinsen unter dem Helm in Richtung Süden. In der Nacht wurden wir noch zu einer umgefahrenen Straßenlaterne gerufen (wir arbeiten im Notdienst) und wunderten uns über das große Polizeiaufgebot. Überall Blaulicht, jede Menge Polizisten, aber kein offensichtlicher Verursacher. Es stellte sich später heraus, dass die Polizei selbst für den nächtlichen Schaden verantwortlich war…

Es ist kühl, als wir am 29.4.2010 gegen 6:00 Uhr auf der A3 in Richtung Sonnenaufgang unterwegs sind. Hinter Frankfurt machen wir unsere erste Frühstückspause und der heiße Kaffee verfehlt seine Wirkung Gott sei Dank nicht. Später sind wir bereits auf der A9 unterwegs und legen auf einem  Rastplatz kurz vor München dann doch ein kurzes Nickerchen ein. Jedoch will anscheinend eine der Kühe aber noch eine längere Pause machen. Jedenfalls verweigert sie ihren Dienst und will nicht anspringen. Erst das Überbrückungskabel verhilft ihr zum selbständigen Atmen durch die Ansaugschnorchel. Unsere Vermutung: Läufer oder Lichtmaschine…
Nun heißt es umdisponieren.

Mitten durch den dicksten Berufsverkehr finden wir die heiligen Hallen der BMW Niederlassung München. Der „Laden“ ist mit nichts zu vergleichen, was wir vorher an BMW Händlern gesehen haben. Hier stehen HPN und Dakar Wettbewerbsmotorräder und wunderschöne Oldtimer in Reih und Glied. Wir sind schwer beeindruckt. Der Fehler an dem 2Ventiler ist schnell gefunden: Der Rotor der Lichtmaschine ist hin, gleichwohl die Ladekontrolllampe im Cockpit nicht aufgeleuchtet hat. Wir liegen gerade unter dem Motorrad, -die Reparatur machen wir natürlich selbst- als uns ein ehemaliger „Schrauberkollege“  aus alten Düsseldorfer BMW Zeiten, herzlich begrüßt.

Immer noch überrascht sitzen wir nach erfolgtem Austausch des Rotors bei einer Tasse Cappuccino und einem Stück Kuchen in der hausinternen (!) Cafeteria zusammen, während die BMW an der Dialyse, sprich: Am Ladegerät hängt. Nach langen Gesprächen und dem Versprechen wieder zu kommen, um dann zusammen das Münchner Umland unsicher zu machen, fahren wir weiter Richtung Österreich.
Kostenpunkt  für den Rotor und 9 Cappucio`s:  350,00€ - dabei waren die heißen Getränke umsonst…

Nach 714 km erreichen wir in Kiefersfelden Grenze Nr.1 und sind am Nachmittag in Österreich. Das Alpenländle empfängt uns mit viel Sonne - also runter von der Autobahn. Über Land schaffen wir noch 150 schöne Kilometer bevor uns der Wirt des Iselsberger Hofes ( www.iselsbergerhof.at), etwa 10 km von  Lienz entfernt, mit einem Begrüßungsschnaps willkommen heisst. Nach einem tollen Abendessen und noch ´nem Schnaps (oder 2?) fallen wir todmüde ins Bett, schließlich sind wir jetzt über 36 Stunden auf den Beinen. (Nein Mama, das war nicht gefährlich…)

 


Tag 2:    Österreich (2)  v. Lienz –  Italien (3) – Slowenien (4) n. Piran      400 Km

Gut ausgeschlafen starten wir am nächsten Morgen nach einem tollen Frühstück bei strahlendem Sonnenschein. Kurz darauf stehen wir verwundert vor der gesperrten „Pustertaler Höhenstrasse“. So kommt es wie es kommen muss und wir fahren zurück nach Lienz um dann über den „Gailbergsattel“ zu cruisen. Bevor es dann über die „Plöckenpaßstrasse“  geht, tanken wir ein letztes Mal in Österreich und freuen uns über die vergleichsweise niedrigen Benzinpreise. Satte 25 Cent weniger als in Germany verlangt der freundliche Tankwart. Wir passieren die Landesgrenze ins Pizza- und Pastaland Italien, genau in dem Augenblick, als das Kupplungsseil von Franks BMW reist. Was für eine Rally: Erst der zweite Tag und schon der zweite Defekt. Aber dieses Mal ist die alte BMW in 4 Minuten wieder fahrbereit, weil ein Ersatzzug im Staufach schlummert. Unser Roadbook führt uns zum „Forc di Lius“, aber leider ist dieser Pass genauso gesperrt wie der „Passo di Lanzo“. Etwas angefressen genießen wir wenig später wenigstens einen leckeren Cappuccino und Erdbeertörtchen in der Mittagssonne. Einig darin, uns die Tour nicht vermiesen zu lassen, geht’s weiter. Hinter „Sella Nevea“ gönnen wir uns die nächste Pause auf einer malerisch gelegenen Alm. Die Werbetafel verspricht nicht zu viel: Original Bauernpolenta mit hausgeschlachteter Bratwurst gefolgt von Nusskuchen mit einem kleinen Schnäpschen (nicht dazu, sondern obendrüber!?). Mit vollen Bäuchen erreichen wir am Nachmittag die dritte Grenze unserer Reise und sind in Slowenien -dem Land Nr. 4 angekommen. Ein erstaunliches Land: Über die Hälfte des Staatsgebietes besteht aus Wald. Hier gibt es also genug Zerstreuung für Motorradfahrer. Eigentlich stand der „Mangart“, einer der höchsten Berge  Sloweniens, auf unserem Programm. Aber wie schon so oft auf unserer Reise, ist auch diese Offroadstraße noch gesperrt. Wir ändern wieder einmal unsere Route, knattern mit unseren alten Kühen durch die wunderschöne Bergwelt der Julischen Alpen und lassen uns beschaulich die recht frische Bergluft um die Nasen wehen. McMotz behauptet: „… in Piran gibbet die größten Fischplatten an der Adria…“ Nun Ja. Streng genommen ist die Größe der Platte nicht so entscheidend, sondern die der Fische darauf. Zur Not kann der Kellner ja auch mit ´nem Dessertteller 12 mal in die Küche laufen…
Aber es ist ein guter Grund um noch mal am Kabel zu ziehen, denn wir  möchten am Abend in den Genuss eines fangfrischen Fisches gelangen, mit Blick auf das offene Meer. Dazu eine Flasche Wein und eine Kellnerin, die - Nein, das gehört nicht hierher…

Am Abend erreichen wir das „schnuckelige“ Dörfchen und Frank ist entsetzt, wie hier die Preise explodiert sind. Im zweieinhalb-Sterne Hotel verlangt man 130 €/Person für eine Nacht und das in der Nebensaison.  Nein, da ist kein Damenbesuch inklusive…

Leise fluchend verlassen wir die Herberge. Draußen bekommen wir dann aber einen Tipp, uns an eine private Pension etwas außerhalb zu wenden. Hier werden wir uns schnell über den Preis für die geräumigen Zimmer einig.

Als wir die Motorräder abpacken, rettet McMotz die Zimmermädchen vor einem riesigen Skorpion. Seiner Beschreibung nach, ragten Schwanz und Scheren noch jeweils 10cm unter dem schweren Enduro-Stiefel raus…
Schließlich versichern die Damen uns auch noch, dass es sehr unangenehm wäre, wenn man von diesem Spinnentier gebissen wird. Was für ein Held!

Wir sitzen am Abend dann vor der versprochenen Fischplatte im Restaurant auf der Hafenmole und genießen die letzten Strahlen einer im Meer versinkenden Sonne. Mitten durch den Feuerball am Ende des Horizonts zieht ein Schiff mit vollem Segel dahin. Ganz schön kitschig...


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