Balkan-Rally 14 Tage - 17 Länder 06.07.13

Die Vorgeschichte: Winter 2009, draußen sinkt die Temperatur auf -4 Grad und wir sitzen bei ´ner dampfenden Tasse Lavazza-Kaffee. Es ist wie jedes Jahr an der mehr...

Tunesien

Kommt bald... Erste Info´s unter Reisetipps mehr...







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 Dune-Hopping-Tour durch das Königreich Marokko
  
              oder
 
 „Wenn Träume Wirklichkeit werden ...“
                 F.Hähnel & S.Niggenaber

Die Idee, eine Motorradreise nach Marokko zu starten, wurde angesichts dieses gastlichen Landes, voller Exotik und Abenteuer, mit Wald und Wüste, Schnee und Sand auf einer langen 12-Stunden- Frühschicht geboren. Zu fünft trafen wir uns von da an regelmäßig, um die Tourplanungen zu besprechen. Wir wollten  mit vier Reiseenduros und einem Geländewagen auf Tour gehen. Es wurde extra ein Endurotraining für schwere Reisemotorräder absolviert, weil wir mit den bis zu 300 kg schweren Motorrädern keine bösen Überraschungen in den großen Sandfeldern der Sahara erleben wollten. 

Nach durchgeführten Inspektionen, Umbauarbeiten am geliehenen Anhänger, diversen Anfragen bei der Kfz-Versicherung und dem Auffrischen von Impfungen, soll es nach dem Lesen von unzähligen Reiseführerseiten und intensivem Landkartenstudium losgehen.  

Am 8. April verabschieden wir uns von  unseren Familien und fahren alle 5 im schwer bepackten Geländewagengespann. beladen mit 4 dicken BMWs geht es durch die Eifel und Luxemburg nach Frankreich, wo uns in der  Nacht noch ein Schneesturm überrascht. Nicht ganz unbeeindruckt spulen wir nonstop die 2500 km herunter bis nach Spanien und 32 Stunden später erreichen wir einen Campingplatz an der Meerenge von Gibraltar. Hier lassen wir den Anhänger für 3 Wochen zurück. Es dauert mehrere Stunden bis die Maschinen abgeladen und fertig für unser Abenteuer sind. 

Im Hafen von Algeciras warten wir gespannt beim Sonnenaufgang auf die Fähre, die uns über die 14 km breite geschichtsträchtige Straße von Gibraltar bringen soll. Die 45minütige Überfahrt genießen  wir  und erreichen die spanische Enklave „Ceuta“,  wo wir zollfrei auftanken können. 

Die Grenzformalitäten nehmen 60 Minuten in Anspruch und gestalten sich ebenso wie das Geldtauschen von Euro in marokkanische Dirhams problemlos.

Direkt an der Grenze tauchen wir in eine andere – in eine orientalische Welt ein. Wir sind sofort vom Flair des maghrebinischen Orients erfasst.

"Magreb el Aksa" – wie es von den Arabern genannt wird oder wie es offiziell heißt: das Königreich Marokko – liegt im äußersten Nordwesten des afrikanischen Kontinents und ist doppelt so groß wie Deutschland.

 Wir drehen unsere Uhren um 2 Stunden zurück und genießen etwas außerhalb der Stadt unseren ersten Whisky Maroccain. Ein chinesischer Grüner Tee mit frischen Pfefferminzblättern, der mit viel Zucker getrunken wird und uns von Anfang an süchtig macht.

 Auf der Fahrt durch das Riff-Gebirge zum größten Stausee des Landes dem „Barrage el Whada“ erreichen wir die Stadt Chefchaouen. Noch vor 85 Jahren wäre es für einen Christen verboten gewesen, sie auch nur zu betreten. Doch heute füllen wir dort problemlos unsere Wasservorräte auf und verlassen wieder die engen asphaltierten Strassen. Auf der Suche nach einem Lagerplatz für die Nacht erreichen wir auf der Weiterfahrt eine große Weide, auf der ein Hirte seine Schafe hütet. Wir kommen ins Gespräch und er stellt sich als Besitzer der Weide heraus. Ohne zu zögern erlaubt er uns unsere Zelte aufzustellen. Nicht ohne hinzuzufügen, dass, falls wir Hilfe, Wasser oder Lebensmittel bräuchten, sein Bruder im nahe gelegenen Haus wohne. Man würde sich freuen, einen Minztee mit uns zu trinken. Hiernach betrachteten wir die mitgebrachten dicken Schlösser an unseren Motorrädern schon fast peinlich berührt.

Am nächsten Morgen verabschieden wir uns herzlich von den Schäfern und fahren weiter. Wir sind umgeben von einer tollen Berglandschaft, bevor wir am Nachmittag die drittgrößte Stadt des Landes – die Königsstadt Fes – erreichen.

 Wir nisten uns im Hotel Batha (s.Tipps) in der Altstadt ein und bewundern im Anschluss "Fes- El-Bali", wie die Medina, die Altstadt, auch genannt wird. Die Schatzkammer der hispano–islamischen Kunst mit ihren Palästen, Brunnen und über 330 Moscheen zieht uns sofort in ihren Bann. Fes gilt als die ursprünglichste erhaltene Islamstadt des Maghreb, ein Konglomerat von verwinkelten Gassen, wimmelnden Menschenmassen, Ladenzeilen, Packeseln und Handkarren.  Der vom Hotel empfohlene Stadtführer ist eine gute Wahl, hätten wir doch trotz unseren GPS - Geräten die Orientierung innerhalb kürzester Zeit verloren.

Wir besuchen das Gerberviertel, in dem heute noch nach mittelalterlichen Methoden gegerbt und gefärbt wird. Hier entfaltet sich die ganze Farbenpracht des Orients und wir bestaunen bunte Kacheln mit Koraninschriften, Arabesken – faszinierenden Wanddekorationen an den Moscheen. Mehrere Minuten bewundern  wir die „ Fontaine Nejjarine“, einen Brunnen der zu den Schönsten der Welt zählt.  Zum besonderen Erlebnis zählt für uns das Abendessen auf einer Dachterrasse in der Medina (s.Tipps). Wir erleben für uns fremdartige kulinarische Genüsse und können dem bunten Treiben unten in den Gassen zusehen. Als dann noch die für unsere Ohren ungewohnten Töne des  Muezzin von der  Außengalerie eines nahe gelegenen Minaretts erschallen, sind wir vollends dem Charme dieser Stadt erlegen...


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  Reiseverlauf

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