Balkan-Rally 14 Tage - 17 Länder 06.07.13

Die Vorgeschichte: Winter 2009, draußen sinkt die Temperatur auf -4 Grad und wir sitzen bei ´ner dampfenden Tasse Lavazza-Kaffee. Es ist wie jedes Jahr an der mehr...

Tunesien

Kommt bald... Erste Info´s unter Reisetipps mehr...







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Romania 3


6.Mai  (Tag 9) Bors – Mlynky (Slowakische Rep.)     365 Km

 Am nächsten Morgen starten wir nach einem Frühstück was keiner weiteren Erwähnung würdig war, direkt zur Grenze von Bors und folgen nach einem problemlosen Grenzübertritt der Europastrasse 60 quer durch Ungarn. Bei Eger unternehmen wir am Nachmittag einen Abstecher in das Nord/Östlich gelegene Bück Gebirge. Bei nur 6 Grad und Dauerregen macht das allerdings wenig Spaß und wir entschließen uns die Grenze von Aggtelek in die Slowakische Republik zu reisen und auf besseres Wetter zu hoffen.

Wieder macht der Grenzübertritt keinerlei Probleme. Nach einem kurzen Passvorzeigen, geht es weiter. Da die Wetterlage unverändert ist und die Goretex Socken in den dicken Endurostiefeln an ihre Grenzen stoßen, machen wir an der Strasse 533 bei Mlynky in einer tollen Pension „Salamander“ (siehe Internettips)  Feierabend für heute und beziehen zwei riesige Doppelzimmer. Es scheint man ist hier auf völlig durchnässte Motorradfahrer gut eingestellt, denn die Heizung läuft, so das die nassen Sachen schnell trocknen und wir eine heiße Dusche genießen dürfen. Kulinarisch werden wir mit riesigen Eisbechern zur Lagebesprechung verwöhnt. Zum Abendessen folgt dann ein 3 Gänge Menü, und ein Saunagang, wobei wir die Reihenfolge hätten besser andersrum wählen sollen.

So kommt es, das wir nicht nur gut genährt sondern auch bestens gewärmt schlafen gehen.


7.Mai  (Tag 10)  Mlynky- Bumbalka       297 Km 

Beim ersten Augenaufschlag fällt der Blick sofort nach draußen und im Zusammenspiel der Sinne bemerken wir sofort, das es noch immer regnet. Also gehen wir erstmal in aller Ruhe Frühstücken, was den Wettergott allerdings auch davon abhält es weiter regnen zu lassen. Es hilft nichts, wir brechen auf und reisen auf der Straße 67 nördlich und erreichen Poprad, Spisska Bela und die Grenze zu Polen. Wir fahren nach Zakopane, dem polnischen Wintersportort schlechthin. In einem großen, fast ausschließlich aus Holz gebauten und urig eingerichteten Hotel wärmen wir uns auf und essen zu Mittag. Gelächter bricht aus, als nach der Bestellung von Kaffee und einem großen Eis zwar das bestellt Heißgetränk kommt, aber statt des Speiseeises eine große Portion Eiswürfel gebracht werden.

Wir bestaunen die riesigen Skisprungschanzen und verlassen die polnische Skihochburg in westlicher Richtung, wo wir in Sucha Hora nach 25 Km abermals die Grenze  zur Slowakischen Republik passieren und der Straße 520 bis in die Sackgasse bei Harvelka folgen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass wer Landkarten aufmerksam liest, klar im Vorteil ist: Tatsächlich lügt die Karte nicht, als wir bemerken, das auf ihr ein kleines Stück Strasse nach Nova Bystrica fehlt und an einem See endet. Was nun? 25 Km zurück? Niemals! Wir finden einen Wanderweg der uns hoch oben am Berg nördlich am Seeufer vorbei vorbei führt.

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In Stara Bystrica erreichen wir wieder die Strasse 520 und folgen ihr, bis es in Cadca auf die Strasse 487 Richtung Landesgrenze zur Tschechischen Republik geht.

Direkt vor, an oder nach der Grenze, quasi im Niemandsland sehen wir rechter Hand ein auf den ersten Blick etwas herunter gekommenes Hotel mit Namens „Bumbalka“. Vier junge Leute sind gerade dabei, das Haus mit viel Herzblut und Eigenleistung auf Vordermann zu bringen und es zu renovieren. Sofort werden alle Werkzeuge beiseite gelegt und wir werden unter das Dach geführt, wo wir das Gefühl haben die ersten Gäste zu sein. In jedem Fall liegt im Bad noch der Bohrstaub vom gerade eben angebrachten Seifenspender und es riecht im ganzen Haus nach Silicon. Die zwei Jungs und Mädels sind überaus freundlich und die Verständigung auf Englisch klappt bestens. Ein älterer Mann in strenger Militärkleidung mit tief sitzender Dienstmütze, von heftigen Furchen im Gesicht gezeichnet, klagt über heftige Rückenschmerzen und kann sich kaum bewegen. Man muss kein Mediziner sein um ihm die Schmerzen anzusehen. Wir geben ihm aus unserer Notfallapotheke ein paar 600mg Ibuprofen Tabletten. Das Ergebnis war, dass er am Abend am liebsten mit uns allen stundenlang getanzt hätte und glücklich über seine Genesung war. Nur die Hotelbesitzer konnten ihn davon abhalten, uns eine Runde nach der anderen auszugeben. Schade eigentlich…



8. Mai  Tag 11    Bumbalka – Rokytnice         307 Km

 11 Euro pro Person zahlen wir am nächsten morgen für ein gutes Frühstück, die Übernachtung, das Abendessen und nicht zu wenig Bier vom Vorabend, verabschieden uns von den Vieren und schmeißen die Motoren an, um dann keine 10 Minuten später zum Hotel zurück zu kehren.

In der Zwischenzeit haben wir einen Radlagerschaden an der Afrika Twin im Hinterrad diagnostiziert. Die Jungs vom Hotel sind sehr hilfsbereit und erklären sich nach ein paar kurzen Telefonaten bereit, über 250 Km mit dem Auto zu fahren und ein neues Radlager zu besorgen. In der Zwischenzeit schlafen wir etwas auf einer Wiese, betrachten die altersschwachen Skilifte, spielen eine Runde Poolbillard, gefolgt von einem guten Mittagessen. Die Jungs enttäuschen uns nicht und kehren mit einem passenden Radlager zurück. Der Einbau ist in wenigen Minuten von der Hand gegangen und es folgt eine zweite, nicht weniger herzliche Verabschiedung von den Vieren.

Eigentlich standen heute wieder kleinste Nebenstrassen auf unserem Programm, aber in anbetracht der Tatsache, dass wir heute einen halben Tag verloren haben, folgen wir zunächst der Europastraße  442 bis vor Valasske Mezirici, um die Tatra endgültig hinter uns zu lassen.

Von dort geht es nördlich nach  Novy Jicin (Neutitschen) über die Dörfer der Straßen 442 + 452 nach Bruntal.

Was folgt ist eine Motorradtour vom allerfeinsten: Über Rymarov geht die Straße 44 bis kurz vor Jesenik durch das Altvatergebirge über immer wiederkehrende kleine Pässe mit Höhen zwischen 700 – 1200 Meter. Herrlich!!!

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Mit erreichen der Strasse 312 wird es auch langsam dunkel. Als wahrer Glücksgriff erweist sich die Pension „Rampusak“ etwa 16 km östlich von Rychnov in Rokytnice im Adlergebirge. Nicht nur das die Motorräder direkt im Innenhof der Polizei übernachten, haben auch wir es wunderbar angetroffen. Der Fleischdegen mit Reibekuchen, flambiert mit Selbstgebranntem, wird uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben.

 
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