Balkan-Rally 14 Tage - 17 Länder 06.07.13

Die Vorgeschichte: Winter 2009, draußen sinkt die Temperatur auf -4 Grad und wir sitzen bei ´ner dampfenden Tasse Lavazza-Kaffee. Es ist wie jedes Jahr an der mehr...

Tunesien

Kommt bald... Erste Info´s unter Reisetipps mehr...







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Auf der Suche nach dem Alphabet...

Trailer zur Multimediaschau
 
„Wie kommt Ihr denn darauf?“ – „Tolle Idee! Aber wo wollt Ihr das denn suchen?“ oder aber auch „Kauft Euch doch ´nen Duden…“

Wir haben bei den Vorbereitungen zu dieser Reise so ziemlich alles gehört und mussten für so manchen Scherz herhalten. Aber umso erstaunlicher: Helfen konnte uns auf die Schnelle keiner.

Wie wir den Entschluss fassten, ausgerechnet diese Reise zu unternehmen, ist gar nicht so einfach nachzuvollziehen.

Als wir unseren letzten Reisebericht verfassten, kam es zu der einen oder anderen Auseinandersetzung, wie man Einzelheiten dieser Tour beschreiben könnte. Zahlreiche Vorschläge und Versionen wurden geschrieben, auch die Schreibweise war nicht immer sofort klar. Und wenn man etliche Stunden über einem geschriebenen Text brütet und die Buchstaben vor den Augen zu verschwimmen beginnen, ineinander fließen und die Gedanken abschweifen, da stellt sich zum ersten Mal die Frage: “Wer hat sich dieses Buchstabengewirr ausgedacht und warum?“ 

So begannen wir mit der Recherche und nach und nach entwickelte sich die Idee zu dieser Reise.

Nachdem nun das Ziel fest stand, tauchten neue Probleme auf: War die Strecke in der kurzen Zeit machbar, ließ die Sicherheitslage es überhaupt zu? Welche Papiere brauchten wir für uns und die Moppeds?

Jeder, der nun von unseren Plänen erfuhr, warnte uns oder hielt die Sache schlichtweg für einen Scherz (oder uns für bekloppt). Es waren derer so viele, das wir zum Schluss versicherten, sie könnten uns im Fernsehen ja recht einfach erkennen: „Im kleineren Sack befindet sich der Pummel“. Danach war meistens Ruhe…

 Also entwickelte McMotz die Route, Visa wurden bestellt, die Versicherungen angeschrieben, Ersatzreifen durch einen befreundeten LKW-Fahrer in die Türkei vorausgeschickt, Notfallpläne ausgearbeitet, Impfungen aufgefrischt, Checklisten geschrieben, usw.

 In den beiden Wochen vor der Abreise  wurden die Motorräder vorbereitet: viele Verschleißteile wurden vorsichtshalber ersetzt, neue TKC80 aufgezogen und eine umfangreiche und besonders sorgfältige Inspektion beruhigte unser Gewissen (weniger allerdings das unserer Frauen).

Am Tag vor dem Aufbruch musste eben noch mal an Pummels Kuh ein Gabelsimmering gewechselt werden: Obwohl er einige Tage vorher getauscht wurde, war er plötzlich undicht. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass bei dem schwungvollen Ausbau der Staubkappe, diese in hohem Bogen auf der Dachterrasse des Nachbarhauses landete…. Gott sei Dank hatte die Niederlassung noch eine Neue da. Es konnte also nur noch besser werden.

   Der Tag der Abreise ist gekommen:

Nach dem Verladen der Moppeds startet unser Zug mit 15 Minuten Verspätung vom Düsseldorfer Hauptbahnhof. Nachdem wir uns von der Winkerei zum Abschied unserer Verwandtschaft fast einen Tennisarm geholt haben, genießen wir den Luxus, ein Abteil für uns allein zu haben und einen Berg von Moppedklamotten überall verteilen zu können.

Selbstgemachte Frikadellen, Kartoffelsalat und Kuchen von Oma Lore geben uns keinen vernünftigen Grund das DB-Bistro zu nutzen. Die Nachtfahrt ist ruhig und trotz einem 20minütigen Nothalt, verursacht durch Personen auf den Gleisen, sind wir pünktlich am nächsten Morgen im italienischen Bozen.

Dort treffen wir, wie verabredet, Franks Schwiegereltern am bereits üppig gedeckten Frühstückstisch. Mit (zu) vollem Magen und Südtiroler Spezialitäten, wie zwei Flaschen Rotwein, einer ganzen Palette rohem Schinken, Kaminwurzen, und unzähligen Vinschgauern machen wir uns auf den Weg nach Venedig. Wir erreichen die berühmte Lagunenstadt nach 320 tristen Autobahnkilometern und kaufen im Hafen die Tickets, die uns nach Griechenland bringen sollen (s. Tipps Fährticket).

Keine 45 Minuten später legt das Schiff ab. Wir verfrachten unsere Isomatten und Schlafsäcke aufs Deck, nachdem wir die eindrucksvolle Fahrt durch die Lagune, vorbei am dicht bevölkerten Markusplatz, genossen haben. Wir suchen und finden einen Platz an der Sonne, staunen über trainierende russische Bodenturnerinnen und lassen uns den Rotwein aus Südtirol schmecken. Nach und nach werden die anwesenden Mädels immer hübscher…

Fast zwangsläufig kommen wir mit anderen Reisenden ins Gespräch. Aber wenn wir von unseren Reiseplänen nach Syrien zu fahren erzählen,  haben die wenigsten dafür Verständnis und schütteln den Kopf. Nicht nur hier stellen wir viele Vorurteile gegenüber dem Nahen Osten fest. Noch ein Grund mehr für uns, zu ergründen, ob sie stimmen. Auch mit Leni aus dem Süden Deutschlands unterhalten wir uns gut und lachen viel; jedenfalls so lange bis ihr Mann Burkhart wach wird.

Bei ruhiger See gleitet das Riesenschiff „Pasiphae Palace“ durch die Ägäis in einen fantastischen Sonnenuntergang. Die nächtliche Überfahrt verläuft total ruhig, begleitet nur vom monotonen Brummen der Schiffsdiesel. Pünktlich zum Sonnenaufgang kriechen wir aus unseren Schlafsäcken und staunen bei zwei Pappbechern heißem Kaffee über den orangeroten Feuerball, der langsam aus dem Meer empor steigt. Die Küste Albaniens scheint zum Greifen nah. Als wir nach 930 Seekilometer schlie-lich das griechische Festland erreichen, verabschieden wir uns von vielen netten Leuten, die wir auf dieser Überfahrt kennen gelernt haben. Schade, dass die Leni uns wohl nicht mehr grüßen durfte…


Unsere erste Begegnung auf dem Festland ist dann etwas blutiger. Nahe Ioannina treffen wir an einer Tankstelle auf eine Gruppe scheinbar angetrunkener Jäger, die uns ihre bislang einzige Jagdtrophäe präsentieren: ihren angeschossenen Jagdhund. Gott sei dank ist das arme Vieh nur leicht verletzt! Nach einem Frappé und dem beglückenden Erlebnis, dass der Liter Benzin hier 99 Cent kostet, machen wir uns auf den Weg, bevor die Jäger vielleicht auch noch auf unsere Kühe schießen.

 

Über den 1705 Meter hohen Katara-Pass erreichen wir die schwebenden Klöster von Meteora. Bis zu 400 Meter hoch scheinen sie auf den von der Natur glatt geschliffenen Felsen zu schweben. Über 600 Jahre ist es her, dass das erste von insgesamt 24 Klöstern gebaut wurde. Früher waren sie nur über Strickleitern und Aufzugsseile zu erreichen und boten so Schutz vor Angreifern.
Wir belassen es bei einem flüchtigen Blick von außen und fahren weiter, um am Abend nach 600km die schöne Hafen- und Festungsstadt Kavalla zu erreichen. Etwas steif klettern wir von den Motorrädern und quartieren uns im „Hotel Galaxia“ (s. Hoteltipps) mit schönem Blick auf das historische Hafenbecken ein.

 Nach 190km erreichen wir am nächsten Tag die Grenze zur Türkei; natürlich nicht ohne vorher noch einmal randvoll zu tanken. Das Passieren der griechisch-türkischen Grenze bedarf keines großen Zeitaufwands - wenn man nicht gerade seine Papiere verliert. Vor dem türkischen Zollbeamten fährt Pummel mit seiner BMW vor Schreck über die eigene Sonnenbrille, weil seine kompletten Papiere incl. Syrienvisum irgendwo zwischen den Grenzposten verloren gegangen sind! Während McMotz dem Zollbeamten mit Händen und Füßen erklärt, was dem Freund passiert ist, sind auch schon zahlreiche andere, teilweise mit Maschinenpistolen bewaffnete Zollbeamte auf uns aufmerksam geworden.
Glücklicherweise findet Pummel seine Papiere im Niemandsland wieder und wir passieren die türkische Grenze nach ca. 40 Minuten und mit geschätzten 100 Stempeln in unseren Reisepässen.


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Heading South - Destination Ushuaia

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      Reiseverlauf
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