Balkan-Rally 14 Tage - 17 Länder 06.07.13

Die Vorgeschichte: Winter 2009, draußen sinkt die Temperatur auf -4 Grad und wir sitzen bei ´ner dampfenden Tasse Lavazza-Kaffee. Es ist wie jedes Jahr an der mehr...

Tunesien

Kommt bald... Erste Info´s unter Reisetipps mehr...







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Syrien 8


Der hausgemachte Schnaps des gestrigen Abends in den randvollen Limogläsern sollte uns noch den ganzen Tag in Form von Kopfschmerzen begleiten, als wir die Grenze zu Ungarn erreichen. 7 Euro zahlen wir für die Vignette, um die ungarische Autobahn rechtmäßig benutzen zu dürfen. Am Abend stranden wir wenige Kilometer hinter der Grenze in Szeged, wo wir uns an einer Riesenportion des berühmten Szegediner Goulasch erfreuen und im Hotel Bella (s. Hoteltipp Ungarn) unterkommen. Ach ja, kühles Pilsener Urquell vom Fass gab’s auch…

Am nächsten Morgen stellen wir nach dem Frühstück noch das Ventilspiel an einer der BMWs ein und fahren nach nun mehr über 11.000 Km Richtung Österreich, wo wir noch einmal an der Grenze auf ungarischer Seite im „Hotel Paprika“ (s. Ungarn Hoteltipp) übernachten und hervorragend speisen. Direkt nebenan, so verspricht der Hotelflyer, kann man sich auch zum Sonderangebot und garantiert deutschem Standard die Zähne richten lassen.

Wir verzichten darauf und lachen uns über Al Bundys „Schrecklich nette Familie“ im Hotel TV kaputt, bis uns langsam klar wird, dass wir eigentlich schon wieder zuhause sind.

Am nächsten Tag, bei ungemütlichen 7 Grad und Nieselregen, erreichen wir, trotz immer wieder selbstständig öffnenden Helmvisieren der BMW-Endurohelme, den Autoreisezug in Wien. 13 Stunden später in Düsseldorf, geht dann eine Tour zu Ende, deren Eindrücke uns noch sehr lange begleiten werden…

 

 Epilog:

Manches mal waren wir uns gar nicht sicher, ob wir in unseren schmutzigen, stinkenden Rallye-Outfits ein Zimmer bekommen. Aber es hat immer funktioniert, vielleicht weil wir immer höflich und zurückhaltend und nicht überheblich fordernd aufgetreten sind. Folgende Anekdote mag veranschaulichen, dass es auch hätte anders sein können:

Nach knapp 11.500 Kilometern, waren wir 6 Stunden zu früh in Wien und parkten die Motorräder in der Nähe der Verladestelle. Also haben wir uns eine Tageszeitung geholt und am Taxistand zum Lesen in die Sonne gesetzt. Den Rücken an die Wand, die Füße im Rinnstein und ein Berg an Zeitungen um uns rum. Ein Mann, Mitte 30, hielt plötzlich neben uns und erzählte ungefragt von seinen Problemen. Man hätte ihm all sein Geld und seine Papiere gestohlen und ob wir ihm wohl den Weg zur Bahnhofsmission zeigen könnten.
Wir verneinten höflich und er verschwand im nahen Bahnhof. Keine 20 Minuten später forderte der Mann uns auf, ihn in die Mission zu beleiten. Dort gäbe es etwas Warmes zu Essen und auch Kaffee, wir bräuchten dafür auch kein Geld. Nachdem wir ihm von unserem guten Mittagessen im Brauhaus an der Ecke erzählt hatten, sagte er dann etwas irritiert:“ Ach so. Ich dachte, Ihr gehört hier zum Milieu, so wie Ihr ausseht!?“


 

McMotz hat direkt danach sein Cap zum Sammeln vor sich auf den Boden hingelegt…


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