Balkan-Rally 14 Tage - 17 Länder 06.07.13

Die Vorgeschichte: Winter 2009, draußen sinkt die Temperatur auf -4 Grad und wir sitzen bei ´ner dampfenden Tasse Lavazza-Kaffee. Es ist wie jedes Jahr an der mehr...

Tunesien

Kommt bald... Erste Info´s unter Reisetipps mehr...







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Türkei 3

Gut drei Stunden später erreichen wir nördlich von Aleppo den Grenzübergang „A´zuz“ und in weniger als 50 Minuten sind wir aus Syrien aus- und in die Türkei eingereist. So finden wir uns bei Einbruch der Dunkelheit auf einer Schnellstraße in Richtung Osten fahrend wieder.

Auf einer Art Autohof, ca. 7 km vor Birecik, legen wir eine wohlverdiente Rast ein, haben wir doch einen Großteil des staatlich verordneten Umweges wieder herausgefahren.

Der perfekt deutsch sprechende Kellner warnt uns vor der Weiterfahrt in der Dunkelheit. Schließlich seien wir hier nicht auf der A1 bei Dortmund unterwegs, wo er jahrelang gearbeitet habe. Dort sind auch keine Fahrräder oder unbeleuchtete Eselskarren auf der Fahrbahn unterwegs. Er bietet uns an, die Nacht auf der Dachterrasse verbringen zu können. Wir nehmen die Einladung dankend an, wissen wir doch zu diesem Zeitpunkt noch nicht, worauf wir uns da nun wieder eingelassen haben.


Unser Gepäck dürfen wir im benachbarten Lebensmittelladen unterstellen und wir genießen ein leckeres Abendessen mit dem besten Shish Kebab dieser Reise.

Mit steifen Gliedern kriechen wir in die Schlafsäcke, die wir auf der hell erleuchteten Dachterrasse ausbreiten dürfen und betten die müden Häupter auf unsere Fahrerklamotten. Nachdem wir jetzt Gelegenheit haben, uns die Frage zu stellen, wer denn wohl das Licht ausmacht, können wir uns wenigstens alles noch mal ansehen. Links unseres Bettenlagers befindet sich eine schwere Stahltüre, die just in diesem Moment von innen aufgerissen wird. Zwei LKW-Fahrer stürmen heraus und die Tür fällt laut scheppernd ins Schloss. Die beiden bauen sich neben uns ihre Baumwoll-Kasbah aus einem großen Haufen an mitgebrachten Decken. Munter und in der Lautstärke orientalischer Marktschreier werden verschiedene Baupläne diskutiert und erst nach einer Weile kehrt Ruhe ein. Dafür werden wir von einer ersten Angriffswelle blutrünstiger Moskitos attackiert. Das Autan liegt gut verstaut im Tankrucksack und dieser ist unter Verschluss im Lebensmittelladen. Prima, da kann das Autan auch nicht wegkommen…

Der Grund für die zahllosen Mücken liegt wohl darin, dass sich direkt unter uns die Toilettenanlage befindet. Anstatt Schäfchen, zählen wir Männer, die durch die Stahltüre ein und ausgehen. Wir müssen sicherlich nicht erwähnen, dass keiner das Stahlungetüm leise Zumacht. Als sich dann auch noch mitten in der Nacht drei weitere Brummifahrer zu uns gesellen und unbedingt mit den zwei Deutschen, die mit ihren Motorrädern durch ihr Land reisen ins Gespräch kommen wollen, ist die Nacht definitiv zu Ende, bevor sie angefangen hat.
Zumindest erfahren wir, was sich hinter der Tür befindet. Es ist der Gebetsraum für die Durchreisenden. Gut das wir unser Nachtlager nicht dort drin aufgeschlagen haben. An Schlaf ist jedenfalls nicht mehr zu denken und so ist es nur logisch, dass wir am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe abreisen.

Wir wollen zum so genannten „Achten Weltwunder der Antike“ auf dem 2150 Meter hohen Berg „Nemrut“ im Südosten. Nach etwas mehr als 200 Kilometern auf der recht gut ausgebauten Straße, erreichen wir die Fähre von Siverek nach Katha. Der rostige Kahn sieht eher wie ein Landungsboot der Alliierten aus, denn wie eine Flussfähre.
Angespornt von der allgemeinen Aufregung beim Verlademanöver, zirkeln wir die schwer beladenen Boxer an den großen Kieslastern vorbei. Ein wohldosierter Gasstoß, um die steile Laderampe des Seelenverkäufers zu überwinden und schon sind wir mit die Ersten. Geschafft! Wir würden durch unser Husarenstück nicht am Pier zurückbleiben!

Eine unsägliche Schreierei beginnt; zwei Verlademeister und drei Matrosen machen uns in ihrer arabisch mädchenhaft-scheuen Art klar, dass wir wohl nochmals runter müssen.
Für umgerechnet 2,80 Euro dürfen dann wir mit unseren Motorrädern auf der Ladeklappe der Fähre mitfahren, die uns keine 15 Minuten später am anderen Ufer des „Atatürk-Baraji-Stausees“ entlässt.

Kurz darauf wechseln 9 türkische Lira ihren Besitzer und für uns öffnet sich die Schranke zum Nemrut Nationalpark. Ein Singletrack windet sich durch die schöne Bergwelt und unsere betagten 2Ventilmotoren müssen schon etwas Kraft für den Anstieg produzieren. In einer Höhe von 2042 Metern erreichen wir einen Parkplatz, stellen die BMWs auf der abschüssigen Fläche ab und wandern in den dicken Enduro-Stiefeln die letzten 125 Höhenmeter zu Fuß steil aufwärts. Oben angekommen entlohnt der Anblick des monumentalen Grabmahls mit den riesigen Götterstatuen für die Anstrengungen des Weges.

Die fünf 9m hohen, sitzenden und enthaupteten Statuen auf dem heiligsten Teil des Berges, stellen König „Antiochos I. Theos“ inmitten anderer Gottheiten dar. Im Laufe der Zeit haben Erdbeben, Unwetter und wohl auch der Mensch dafür gesorgt, dass die steinernen Abbilder heute kopflos dastehen. Die eigentliche Grabstätte und ihre Geheimnisse sind ungeachtet vieler Versuche, in das Innere vorzudringen, bis heute nicht offen gelegt.

Aber immer noch bieten die Altäre und riesigen Statuen, besonders im Licht von Sonnenauf- und –untergang, ein beeindruckendes Bild, zumal auch der Panoramablick von hier oben imposant ist. Der Stausee scheint eine beeindruckende Größe zu besitzen, denn immer wieder blitzt die türkiesblaue Oberfläche zwischen den Bergketten auf. Wir trinken etwas später noch einen Tee und machen uns auf den Rückweg.

Die Überfahrt legen die Motorräder, wie schon auf der Hinreise, auf der Ladeklappe des Fährschiffes zurück. Dabei werden wir wieder einmal von einer freundlichen kurdischen Familie eingeladen, bei ihnen zu übernachten.
Erst an der dritten Tankstelle in Siverek bekommen wir dringend benötigtes Benzin, weil die anderen drei vorherigen auf dem Trockenen saßen. Da kommt unwillkürlich die Frage auf, wie es wohl noch weiter im Osten mit der Versorgung aussehen wird.

Wir erreichen Diyarbakır, eine Millionenstadt und Verwaltungszentrum in Südostanatolien. Hier werden wir wieder einmal mit den Besonderheiten der arabischen Straßenverkehrsordnung vertraut gemacht. Das leuchtende Rotlicht an den Ampeln wird eher zur Aufforderung für die Abgabe einer raschen, zahlenmäßig nicht festgelegten Folge von Signaltönen verstanden, aber nicht zum Anhalten. Da sich bei uns mittlerweile der orientalische Immigrationsgedanke durchgesetzt hat, machen wir es genauso. Allerdings haben die Einheimischen einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Sie wissen in welchen Fahrzeugen die örtliche Polizei unterwegs ist. Die Beamten wundern sich noch nicht einmal als zwei Motorräder sie bei Rot noch rechts überholten. Und da Angriff die beste Verteidigung ist, fragt McMotz ganz freundlich nach dem Weg zum „Turistik Otel“ ( s. Hoteltipp Türkei), natürlich nicht ohne den beiden zu versichern, wie toll wir die Türkei finden.

Es findet eine kurze Diskussion im Wageninneren statt und endet mit der Aufforderung zu folgen. Die Polizisten schalten daraufhin alle verfügbare Lampen und Sirenen ein und eskortieren uns quer durch die Stadt bis direkt vor den Hoteleingang. Dort werden wir freundlich vom Hotelmanager empfangen ( Yo ey, sin wir hier voll krasse VIPs, isch schwör!) und zu unserer gut 60m2 großen Suite mit zwei Schlafzimmern, Küche und TV begleitet. Den Tagesabschluss feiern wir bei einem guten Abendessen und kühlem Bier am großzügigen, hoteleigenen Pool, bevor wir schlafen gehen.

Bei der Weiterfahrt am nächsten Morgen, immer weiter Richtung Osten, fallen uns riesige abgeerntete Weizenfelder auf, so weit das Auge reicht und teilweise schon brandgerodet. In dieser Gegend besteht kein Zweifel daran, dass die Türkei ein Agrarland ist.

Mit jedem Kilometer den wir jetzt östlicher kommen, wird es auch gebirgiger, die Straßen werden schlechter und die Militärpräsenz wird zunehmend deutlicher. Der streifende Blick durchs wilde Kurdistan sorgt dafür, dass McMotz ein badewannengroßes Schlagloch übersieht. Es schüttelt die alte BMW so sehr durch, dass das hohe Windschild der GS bricht.
Ein anderes Problem sind die großen Hirtenhunde. Anders als die türkische Bevölkerung sind sie uns keinesfalls freundlich gesonnen. Vielleicht verstehen wir ihre Beißattacken auch falsch und sie wollen uns nur zeigen, dass sie uns zum fressen gerne haben? Immer wieder sorgen sie für Überraschungen und heikle Ausweichmanöver. Erst werden wir mit Nichtbeachtung gestraft, nur um urplötzlich aufzuspringen und uns zu jagen. Eine Bestie, so haben wir sie genannt, hat wohl heute noch Kopfschmerzen, als sie bei ihrer Verfolgungsjagd vergessen hat nach vorne zu gucken. Die schwere Kollision, resultierend aus dem Aufeinandertreffen von Hundekopf und Findling, tat schon beim Zusehen weh.


Beim nächsten Tankstop in Bitlis werden wir von staunenden Blicken verfolgt, als wir das gebrochene Windschild mit einem heißen Dorn durchlöchern. Mit etlichen Kabelbindern wird der große Riss fixiert und mit Zweikomponentenmodelliermasse verfüllt und gesichert. Eine ganze Traube Neugieriger schart sich um die Motorräder und uns wird schnell klar, dass hier nicht jeden Tag Touristen vorbei schauen. Wie so oft erregen unsere Trinkrucksäcke die Aufmerksamkeit und wie immer lachen die Menschen, wenn sie die Funktion erklärt bekommen.

Ein paar Stunden später treffen wir ausgerechnet hier ein Ehepaar aus Bayern, das mit einem seltenen BMW 650 Scarver-Gespann unterwegs ist. Wir geben uns gegenseitig noch ein paar Tipps für die Weiterreise, passieren bei unangenehmen 15°C auf 2240 Meter Höhe den „Kuskunhiran Pass“ und blicken schon kurze Zeit später das erste Mal auf den Van Gölü, wie die Türken ihren Van See nennen.

Über 1700 hoch gelegen, 165 x 125 km messend und damit siebenmal so groß wie der Bodensee ist das „Meer des Ostens“. Wir wollen unbedingt zu einer nicht sehr bekannten Sehenswürdigkeit, die sowieso auf dem Weg liegt. Dort, auf der unbewohnten Insel Akdamar, so haben wir erfahren, gibt es eine alte armenische Kirche. Vor etwa 1100 Jahren wurde die Heiligkeitskirche als Teil eines ehemaligen Klosters mit wunderschönen Wandmalereien erbaut. Am späten Nachmittag sind wir an der Fähre von Ahiamar im nahe gelegenen Gevas, die uns zur zweitgrößten der insgesamt vier Inseln im Van See bringen soll. Gegenüber der Fährstation gibt es einen Campingplatz mit einem kleinen Restaurant. Wir entscheiden uns die Nacht hier zu verbringen, nicht nur weil die tief stehende Sonne einen schönen Sonnenuntergang über dem Binnenmeer verspricht. Schnell werden wir mit dem Besitzer einig über den Obolus für die nächtliche Benutzung seiner großen Dachterrasse. Von ihm erfahren wir auch, dass das letzte Boot schon lange abgelegt hat. Ob es an unseren enttäuschten Gesichtern oder der Angst vor einem entgangenen Geschäft liegt, wissen wir nicht. Jedenfalls spricht er mit einem älteren Herrn an einem Ecktisch des kleinen Restaurants.
Für umgerechnet 20 Euro chartern wir schließlich eine Fähre für uns allein und staunen keine 20 Minuten später darüber, was sich da vor unseren Augen auftut.

Aufgrund der Insellage sind die Malereien im Innern des kleinen Gotteshauses weit besser erhalten als selbst bei den bekannteren Kirchen in Armenien. Die einzigartigen Außenreliefs der Kirche sind alleine schon sehenswert. Das i-Tüpfelchen ist aber, dass wir bei unserem Besuch den auf Deutsch gehaltenen Gottesdienst einer armenischen Gemeinde miterleben dürfen. Noch ein paar Fotos und wir hasten hinunter zur Anlegestelle, da unser Fährmann schon ungeduldig ein quäkendes Nebelhorn betätigt. Wahrscheinlich weil sein Magen knurrt, denn die Sonne hat sich in der Zwischenzeit dem Horizont genähert und die moslemische Essenszeit ist gekommen.

Nach einer schönen Überfahrt in den Sonnenuntergang wird die nicht gerade kleine Personenfähre keineswegs am Pier vertäut, sondern einfach auf den kiesigen Grund gefahren. Mit Beginn des Ramadan werden scheinbar auch die ehernen Gesetze der Seefahrt außer Kraft gesetzt. Im Allgemeinen verlässt der Kapitän als letzter das Schiff, aber wohl nicht wenn seine Kumpels schon im Restaurant der Anlegestelle mit dem Essen begonnen haben. Ohne auf seine Passagiere zu warten, ist er auch schon unterwegs zur Futterkrippe. Wir tun es ihm nach und bestellen die gleiche Speisenfolge zum Fastenbrechen, das die anwesenden Männer gerade zu sich nehmen. Eine einfache, aber äußerst schmackhafte Mahlzeit später, kriechen wir auf der Dachterrasse der Lokalität in unsere Schlafsäcke (s. Türkei Tipps). Der Besitzer hatte noch angeboten die Motorräder ins Restaurant zu stellen, aber wir verzichten darauf, da wir unmittelbar oberhalb schlafen. Ein böiger Wind in dieser Nacht läst immer wieder das Wellblechdach des Daches auf die Unterkonstruktion schlagen und raubt uns den wohlverdienten Schlaf.

Noch sichtlich müde frühstücken wir am Ufer des Van Sees bei sonnigen 10°C am heutigen ersten Oktober Es gibt wieder einmal Müsliriegel und einen starken Kaffee. Etwas später passieren wir die 400.000 Menschen zählende Innenstadt von Van. Die Moppeds rollen über große, breite Strassen der erst vor 80 Jahren gegründeten Stadt, in der heute viele Flüchtlinge leben.

Weiter führt uns unsere Reise hinauf in die Berge auf über 2600 Meter, immer nur einen Steinwurf von der Iranischen Grenze entfernt. Auf den Bergkämmen können wir in regelmäßigen Abständen, wie Perlen an einer Schnur, die Wachtürme erkennen. Auch die Militärkontrollen nehmen jetzt stetig zu, wobei wir nicht den Eindruck haben, dass die jungen Soldaten in uns beiden eine Gefahr sehen, sondern vielmehr eine willkommene Abwechslung. Jedenfalls sind die Fragen immer die Gleichen: „Woher, wohin, Tourist?... Wie schnell…“ und vor allem, mit dem Fingerzeig auf unsere BMWs, „…wie teuer?“ Diese Fragen stellt der Militärposten immer freundlich und mit einem Lächeln. Etwas unsicher wird dann im Pass geblättert, aber doch eine wichtige Mine aufgesetzt, denn meistens kommt dann noch der Checkpointkommandant, nur um uns eine Gute Fahrt zu wünschen.

Wenn man jedoch unvermutet den ersten Kontrollpunkt sieht, wird es einem schon mal mulmig. Alle Soldaten mit MPs schwer bewaffnet, ein aus Sandsäcken gebauter Unterstand mit besetzter fester MG-Stellung, und mindestens ein Schützenpanzer sind die Grundausstattung. Aber trotzdem haben wir uns nie bedroht gefühlt!

Direkt hinter einem Pass erspähen wir das erste Mal den Berg der Legenden, den Ararat. Fast wolkenfrei bestaunen wir den majestätisch 5137 Meter hohen Berg mit seiner glänzenden Kappe aus ewigen Eis. Der Berggipfel, den heute noch viele tausend Bergsteiger als ihr schweißgekröntes Ziel ansehen, war 1920 noch die Landesgrenze zur damaligen UDSSR. Der Legende nach, soll Noah nach der Sintflut seine Arche hier auf Grund gesetzt haben. Pummel meint, es wäre eher ein Navigationsfehler, bedingt durch eine nicht berichtigte Seekarte gewesen. Jedenfalls wird behauptet, dass hier tatsächlich ein 5000 Jahre altes Stück Holz, weit oberhalb der Baumgrenze gefunden und der Arche zugesprochen wurde.

Gegen Mittag erreichen wir Dogubeyazit und bewegen unsere Boxer auf der berühmten Seidenstrasse weiter. Unser Ziel ist der an einem Berghang gelegene 1001-Nacht-Palast von „Ishak Pasa“ Es geht noch fast 6km den Berg hinauf bis zu der burgähnlichen Palastanlage, die armenische, georgische, persische, seldschukische und osmanische Architekturstile vereint. Die exponierte Lage des Herrschersitzes lässt eine ungewöhnlich schöne Aussicht zu.

Von hier oben aus konnte man ohne Mühe den Karawanenverkehr auf der alten Seidenstrasse kontrollieren und Wegegelder kassieren. Wir besichtigen ausgiebig die verbliebenen Reste der Palasträume, ursprünglich 366 Zimmer an der Zahl und die mit ihren Bädern, Kerkern, Zentralheizung, Bibliothek, Abwassersystem, einer Moschee mit hohem Minarett und vor allem als Harem noch im 18.Jh. in dieser kargen Felswildnis in Gebrauch waren. Oberhalb der eindrucksvollen Anlage kann man am Bergkamm die Ruinen einer alten Festungsanlage sehen, die sich bis weit hinauf zu erstrecken scheint. Ein Blick auf das  GPS verrät, das die Grenze zum Iran gerade mal 30 Kilometer entfernt ist.

Einige unserer Landsleute begrüßen uns nach der Besichtigung, denn sie erkennen uns vom gestrigen Gottesdienst auf der Vansee Insel wieder. Nach etwas Smalltalk setzen wir unsere motorisierten Lastesel wieder in Bewegung, da wir ja ein gutes Stück des Weges wieder zurück müssen. Unten im Ort angekommen biegen wir falsch ab und stehen plötzlich vor der schwer bewaffneten Pförtnermannschaft der eigentlich nicht zu übersehenden Militärkaserne. Da wir weder eine vom Kommandanten unterzeichnete Einladung, noch einen deutschen oder türkischen Einberufungsbefehl vorweisen können, werden wir höflich aber bestimmt wieder ausgeladen.


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  Reiseverlauf
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