Balkan-Rally 14 Tage - 17 Länder 06.07.13

Die Vorgeschichte: Winter 2009, draußen sinkt die Temperatur auf -4 Grad und wir sitzen bei ´ner dampfenden Tasse Lavazza-Kaffee. Es ist wie jedes Jahr an der mehr...

Tunesien

Kommt bald... Erste Info´s unter Reisetipps mehr...







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Wintertreffen Im Schloss Augustusburg 2008


Am Morgen des 10. Januar starten wir mit den Kühen direkt nach dem Nachtdienst um 5.45 Uhr Richtung Osten. Bei nunmehr lausigen 3 Grad Plus erreichen wir nach 560 km die Grenze zur benachbarten CZ-Republik, wo wir uns eine einfache Pension mit Doppelzimmer und Frühstück suchen.

Nach einem zünftigen und deftigen Abendessen fallen wir müde in unsere schweren Kopfkissen und holen den Schlaf nach, der uns von der letzten Nacht fehlt.

Am nächsten Morgen starten wir gut erholt und halbwegs ausgeschlafen zum 160 km entfernten Schloss Augustusburg, das  tief im Herzen Sachsens, in einer exponierten geografischen Lage, auf 516 Meter Höhe liegt.  Bei bestem Wetter erfreut die tolle Fahrt durchs Erzgebirge unsere Tourenfahrerherzen. Schon lange im Vorfeld haben unsere Freunde vom AufSpur-Team das Zimmer Nr.9 in der Jugendherberge Schloss Augustusburg (16km entfernt von Chemnitz) mit insgesamt 5 Betten reserviert. Ansonsten ist keine Anmeldung für das Treffen erforderlich. Bei unserem Eintreffen stehen schon zahlreiche Zelte rund um die Burg . Wir packen die Motorräder ab und die Taschen aus. Gerade mal 5 Minuten später sitzen wir bei Kaffee und frischen Waffeln im Gewölbekeller der Burg, als auch unsere 3 Freunde Bruno, Reiner und Elmar eintreffen. Die restlichen Betten werden bezogen und der letzte schließt die Zimmertüre.

Nachdem wir noch andere Reisegefährten aus Düsseldorf getroffen und reichlich Hände geschüttelt haben, gehen wir ins „Burgverlies“ zum essen. Ein feuchtfröhlicher Abend folgt und wir schließen viele neue Bekanntschaften. Bruno findet sogar einen Tanzpartner, während wir uns Geschichten aus der Uckermark anhören und über die Vor- bzw. Nachteile der ehemaligen DDR diskutieren. Zu später Stunden sollte sich dann noch herausstellen das der Peter und sein Sohn sogar den Gärtner von unserer Bundeskanzlerin kennen. Donnerwetter, wir sind begeistert, außer Bruno, der will noch immer nicht tanzen. Bis weit nach Mitternacht sitzen wir in dem historischen Gewölbekeller bevor wir alle schlafen gehen.

Der nächste Morgen startet wieder mit Sonnenschein. Nach einem leckeren Frühstück starten wir zu einem ersten Spaziergang um das Renaissanceschloss. Am Fuße der Burg beginnt der bekannte Teilemarkt im Steinbruch. Hier gibt es wohl nix, was es nicht gibt, auf jeden Fall in Bezug auf alte Ost-Bikes.

Nebenbei gibt es hier schon einige Unterschiede zu dem uns bekannten Elefantentreffen. Abgesehen von dem Festzelt mit Live Musik, gibt es hier eine Händlerpräsentation, sowie eine organisierte Winterzielfahrt des MC Görlitz und einen Bikergottesdienst in der Schlosskirche.

Man schätzt ca. 1600 Unentwegte auf Ihren 2 und 3 Rädern und noch mal ca. 10.000 Besucher zu Fuß, die sicherlich nicht nur wegen der Fernsicht bis zum Fichtelberg gekommen sind.

 

Nachmittags besuchen wir das tolle Motorradmuseum, das sein Zuhause seit dem Jahr 1961 im Inneren der Burg gefunden hat. Wir hatten keine Ahnung was es alles für Motorradfabrikationen in Deutschland gegeben hat - unglaublich. Zunächst zeigte man nur Zweitaktmaschinen, heute jedoch präsentiert man auf zwei Etagen im ehemaligen Küchenhaus des Schlosses über 100 Jahre Motorradgeschichte auf mehr als 800qm. Ein Stelldichein der Superlativen:
Unter anderem

12 MZ Werksrennmaschinen

zwei Böhmerland (dem längsten Serienmotorrad der Welt) Bj. 1928

weitere 5 Zylinder Sternmotoren von 1922, sowie

das erste Serienmotorrad von 1894: eine Hildebrand + Wolfmüller 

Die Sonne geht am Horizont schon unter, als wir wieder einen Spaziergang über den Burghof und rings um die Burg starten, um die ganzen skurrilen  Typen und Fahrzeuge in Action zu erleben.

 

Man sollte nicht letzter sein, wenn man am Samstagabend zum berühmt berüchtigten Burgbuffet ansteht. Nach einem köstlichen Essen sitzen wir wieder mit unseren neuen und alten Winterfahrerkumpels im Gewölbekeller und erleben einen feuchtfröhlichen Abend der bis zum früher Morgen dauert.

Bei Minus 2 Grad könnte das Wetter am nächsten morgen nicht besser sein. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns vom AufSpur-Team, die jetzt zu ihrer Tour in die Tatra aufbrechen. Bei strahlend blauem Himmel fahren wir über kleinste Sträßchen Richtung Westen bis zum Schleizer Dreieck wo wir im Hotel  „Luginsland“ nach einmal einen kulinarischen Höhepunkt erleben dürfen. Am nächsten Tag streifen wir das Voigtland und  Saalfeld, um irgendwann nach einem tollen Wochenende wieder zu Hause einzutreffen.

Tipps:

 Schloss Augustusburg:  GPS:  N.50  48.711    E. 13  06.038

 http://www.jh-augustusburg.de/

 http://www.die-sehenswerten-drei.de/news/wintertreffen.cfm

 http://www.aufspur.de

 http://www.hotel-luginsland.de/
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