Balkan-Rally 14 Tage - 17 Länder 06.07.13

Die Vorgeschichte: Winter 2009, draußen sinkt die Temperatur auf -4 Grad und wir sitzen bei ´ner dampfenden Tasse Lavazza-Kaffee. Es ist wie jedes Jahr an der mehr...

Tunesien

Kommt bald... Erste Info´s unter Reisetipps mehr...







rukka4cblaurhkopietable25.jpg
malogotable25.jpg
logottcompletttable25.jpg
logoglobetrottertable25_de.jpg





Elefantentreffen 2005


Wie schon in den letzten Jahren ist bereits am Donnerstag um 3.30Uhr die Nacht zu Ende. Nachdem schon der vergangene Mittwoch zum Einkaufen und Moped packen draufgegangen ist treffen wir uns dieses Jahr zunächst zu dritt am Autobahn Rastparkplatz „Ohligser Heide“ um 4.30 Uhr .
Um 5.20 Uhr ist auch der letzte der Gruppe vor Ort, nachdem er auf der Anfahrt einen Plattfuß zu bewältigen hatte.
Knapp 2,5 Stunden später erreichen wir  nur noch zu zweit „Weißkirchen“, eine Raststätte hinter Frankfurt, während sich die beiden Anderen mittels Handy aus Limburg vom dort ansässigen Reifenhändler melden.
Ziemlich durchgefroren treffen wir vier uns alle beim Apfelstrudel im Rasthof „Bayrischen Wald“ wieder.
Nach 650 km sind wir am frühen Nachmittag am Hexenkessel von Loh angekommen und beginnen sofort mit dem Schneeräumen, um Platz für unsere Zelte zu schaffen. Diese Arbeit dauert bis zum Einsetzen der Dämmerung.

Nachdem die Zelte stehen, besorgen wir Trinkwasser und Feuerholz, das anschließend per Muskelkraft zersägt und gehackt wird. Nur sehr langsam erholen wir uns am wärmenden Lagerfeuer, auf dem schon bald die ersten Steaks braten und der Glühwein im Kessel vor sich hin köchelt.
Bei Minusgraden kriechen wir müde und erschöpft in unsere wärmenden Schlafsäcke, wobei der eine oder andere bestimmt von einer heißen Sauna träumt.

Am nächsten Morgen steigen alle leicht durchgefroren, aber nicht erfroren aus ihren Zelten. Nach einem Rühreifrühstück mit gebratenem Speck auf gedünsteten Zwiebeln sollte es eigentlich am Grenzübergang „Bayrisch Eisenstein“ über die Grenze nach „Zelezna-Ruda“ zum Kaffee  und Kuchen essen gehen. Leider ging es einem aus unserer Gruppe nicht gut, und so hielten wir uns heute von unseren Motorrädern fern.
Gegen Nachmittag besuchten wir zu Fuß einen ca. 3 km entfernten Gasthof in Solla, wo wir uns reichlich stärkten. Bei der Rückkehr in den Kessel bestaunten wir 1000e Lagerfeuer und jede Menge Kuriossitäten. Wieder transportierten, sägten und hackten wir Feuerholz um ein schönes Lagerfeuer zu entfachen.

Bei einem nächtlichen Spaziergang bekam unser Freund wieder gesundheitliche Probleme. Wir suchten gemeinsam den Container des Roten Kreuzes auf, wo man sich rührend um ihn kümmerte. Da kein Alkohol im Spiel war, transportierte man Ihn zur Vorsicht mit dem Krankenwagen in das Klinikum „Grafenau“ ein.

Die anschließende nächtliche Motorradtour auf Glatteis eines der Gruppenmitglieder fand beim Pförtner des Krankenhaus mit dem Hinweis, das man alles Menschenmögliche unternehmen werde jetzt aber leider keine Besuchszeit sei, außer einem abgebrochenen Blinker beim harmlosen Sturz von der BMW, nichts ein.

 Nach dem Frühstück dauerte es lange bis auch das letzte „Kälbchen“ (gemeint ist hier die Kälteempfindliche BMW F650 GS) angesprungen ist. Gemeinsam zu dritt besuchen wir den Pflegefall im Freyunger Krankenhaus. Nachdem wir T-Shirts, Unterhosen, Zeitungen und alles Nötige für ihn eingekauft haben, sind die Untersuchungen vorerst abgeschlossen.So können wir sorglos am Nachmittag ins „Cafe Charlotte“ nach Zelezna-Ruda zum Palatschinken essen fahren. Auf dem „Asia-billiga-billiga-Markt“ werden noch schnell ein paar Erinnerungen für Zuhause gekauft, bevor wir wieder zu unserem “Pflegefall“ nach Freyung fahren.

Nach unzähligen Telefonaten mit dem ADAC organisieren wir vor Ort am Kessel mit Hilfe der Feuerwehr, Polizei und des BVDM´s den Abtransport des Motorrades und der persönlichen Dinge des im Krankenhaus verweilenden Kumpels.

 Nach dem obligatorischen grillen und dem vertilgen des letzten Glühwein-Amaretto-Gemischs am Lagerfeuer, kriechen wir am späten Abend in unsere wärmenden Schlafsäcke. Noch ziemlich müde packen wir am nächsten Morgen unsere Motorräder und fahren ein letztes Mal zum Krankenhaus. Überraschenderweise erklärt uns der Kumpel, dass später zwei Pfleger von den Johannitern kommen würden, um ihn im PKW nach Hause zu fahren.
Wir staunen nicht schlecht und sind fast ein wenig neidisch, als er uns mit dem Pflegepersonal (zwei überaus junge und wie sich später heraus stellte, auch sehr nette Damen) auf der Autobahn im warmen Auto überholt.

Die Freude ist groß, als wir die Truppe auf der nächsten Tanke treffen, ein letztes Mal gemeinsam Kaffee trinken können und schon Witze reißend auf die letzten Tage zurück blicken. Alles wird gut...
ET_Banner.jpg