Balkan-Rally 14 Tage - 17 Länder 06.07.13

Die Vorgeschichte: Winter 2009, draußen sinkt die Temperatur auf -4 Grad und wir sitzen bei ´ner dampfenden Tasse Lavazza-Kaffee. Es ist wie jedes Jahr an der mehr...

Tunesien

Kommt bald... Erste Info´s unter Reisetipps mehr...







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Elefantentreffen 2006


Wie in den  Jahre zuvor ging es auch in diese Jahr bereits am Donnerstag zum 650 km entfernten Hexenkessel von Loh, nahe Thurmannsbang / Solla etwa 40 km nördlich von Passau.

Die Motorräder wurden schon am Vortag gepackt und startklar gemacht, ehe wir uns um 4.30 Uhr am Rastparkplatz der A3 „Ohligser Heide“ treffen. In der Nacht hat es leicht zu schneien angefangen und die Minustemperaturen der letzten Tage sorgen dafür das dieser Schnee auch liegen bleibt.

Zur Entspannung machen wir eine Kaffeepause in Limburg. Auf die Frage des Tankwarts „ob es nicht zu gefährlich sei bei diesem Wetter zu fahren“ wissen wir auch keine Antwort. Nachdem es langsam hell wird setzen wir unsere Fahrt fort. Kurz vor dem Rastparkplatz „Weißkirchen“ bei Frankfurt  steht ein Motorradfahrer mit eingeschalteter Warnblinkanlage auf dem Standstreifen der Autobahn. Wir wollen Ihn fragen ob er Hilfe benötige wobei einer unserer Gruppe auf dem Glatteis beim Versuch an zu halten ausrutscht. Nicht nur der Standstreifen sondern auch die Fahrbahnen sind Spiegelglatt. Die letzten 6 km zum Rastparkplatz ähneln einer Zitterpartie. Unser Entschluss steht fest, wir fahren keinen Meter mehr, genau wie die LKW Fahrer die dem Ratschlag aus dem Radio nachgehen und ihre Lastwagen auf die nächsten Parkplätze steuern. Wir warten geschlagene 3 Stunden bis die Autobahnmeisterei mit Ihren Streufahrzeugen vorbei sind.

Dann geht die Fahrt Richtung Süden weiter, wo wir am Nachmittag in Schöllnach einen Landgasthof etwa 15 km entfernt vom eigentlichen Ziel unser Nachtquartier beziehen. Wir sind durchgefroren und haben wenig Lust unsere Zelte im dunkeln auf zu bauen, so dass  wir uns jeder eine riesige  Haxe mit dem dazu gehörigen Gerstensaft schmecken lassen. Mit der nötigen Bettschwere lassen wir den Tag zu Ende gehen.

 

Gut gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück, soll es am nächsten Morgen zum Kessel von Loh gehen.

Leider streikt der alte 2-Ventil Boxer. Ein freundlicher Italiener mit einem Moto Guzzi Dreirad schafft es mit einem Überbrückungskabel den Winterschlafenden Motor zum laufen zu bringen. Solche Schneemengen habe ich hier bei 13 Elefantentreffen noch nicht gesehen. Die Menschen stehen auf Ihren Hausdächern und befreien diese mit Besen und Schaufeln von den über einen Meter hohen Schneemassen. - Wahnsinn!!!

 

Fünf Stunden Schwerstarbeit -Schnee schaufeln mit drei Männern bis zum Umfallen- so lange dauert es bis unser Zeltplatz einigermaßen vom Schnee befreit, die Zelte stehen, Feuerholz geholt, gesägt, gehackt ist. Und endlich das Lagerfeuer brennt. Die schon Zuhause vorbereitete Gulaschsuppe schmeckt ebenso gut wie der Glühwein-Amaretto-Mix. Ziemlich fertig und erschöpft kriechen wir am späten Abend in unsere Schlafsäcke.

 

Am Nächsten Morgen zeigt das Thermometer Minus 5 Grad- im Zelt!!! Draußen sind es Minus 14 Grad. Es folgt die größte Überwindung überhaupt: Raus aus dem warmen Schlafsack und rein in die Eiskalten Motorradklamotten. Nachdem auch diese Hürde genommen ist, genießen wir ein leckeres Rühreifrühstück mit viel heißem Kaffee am (schon wieder) lodernden Lagerfeuer.

 

Nach einem Rundgang durch den Kessel, fahren wir mit den BMW´s am „Arber“ vorbei, wobei sich ein seltsames Gefühl einstellt als wir die vielen Skifahrer sehen. Wir fragen uns, ob wir nicht etwas deplaziert hier unter lauter Wintersportlern sind. Wir „hüpfen“ mal eben über die Grenze nach Zelezna-Ruda wo wir uns schon traditionell im „Cafe Charlotte“ kulinarisch verwöhnen lassen.

Zurück im Hexenkessel von Loh heißt es dann wieder Holz holen um das wärmende Lagerfeuer zu entfachen.

Viele Steaks werden gegrillt und vertilgt, bis wir um 22.00 Uhr das schöne Feuerwerk anlässlich des 50sten Elefantentreffens bestaunen. Noch lange sitzen wir mal schwätzend, mal schweigend vor dem Feuer, legen Holz nach, trinken Glühwein und sind wieder froh hier zu sein.

 

Am sonntäglichen Rückreisetag wurde dann noch ein anderes Jubiläum gefeiert. Pummel hat jetzt eine Vier ganz vorne stehen und vor Schreck dauert es nicht lange bis das erste Rührei auf den Boden gefallen ist.

Schon vor der 650 km langen Rückreise sind wir vom Klamotten hoch tragen ziemlich angeschlagen. Froh endlich wieder auf den Motorrädern zu sitzen, machen wir uns auf die Rückreise und sie geht ohne Glatteiszwischenfälle ganz unspektakulär zu Ende.

Bis zum nächsten Jahr dann...
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