Balkan-Rally 14 Tage - 17 Länder 06.07.13

Die Vorgeschichte: Winter 2009, draußen sinkt die Temperatur auf -4 Grad und wir sitzen bei ´ner dampfenden Tasse Lavazza-Kaffee. Es ist wie jedes Jahr an der mehr...

Tunesien

Kommt bald... Erste Info´s unter Reisetipps mehr...







rukka4cblaurhkopietable25.jpg
malogotable25.jpg
logottcompletttable25.jpg
logoglobetrottertable25_de.jpg





Reiseplanung

Reisepartner

Oftmals sind die Reisegefährten vorgegeben: Familie, Ehefrau, LAP (Lebensabschnittpartner), andere kann man sich aussuchen.
Macht also nach Möglichkeit keine längeren Touren mit Leuten, die Ihr nicht näher kennt. Wenn doch, besprecht wie man sich unterwegs trennen kann, damit Ihr Euch nachher noch in die Augen schauen könnt.
Ideal sind Gruppen bis max. 4 Motorrädern. So ist eine zügige Reisegeschwindigkeit gegeben und in Hotels kann man auch ohne Reservierung noch auf freie Zimmer hoffen. Auch die fahrerischen Fähigkeiten, die Chemie untereinander und die Interessen sollten passen. Bei einer Tour, die Tagesetappen von 350km (eine sinnvolle Distanz) vorsehen, sind Fahrer die sonst höchstens 150km bei Sonnenschein fahren, vielleicht überfordert. Dabei vorher die Wünsche der Gruppe (soweit erfüllbar und sinnvoll) erfragen, zusammen einen Kompromiss finden und dann auch als Bedingung festhalten. Allein bei Zimmerpreisen und -ausstattung gibt es stark unterschiedliche Vorstellungen. Noch schwieriger wird es, wenn auch gecampt werden soll: Unter welchen Bedingungen, welche Ausstattung des Platzes, wer nimmt das Zelt oder jeder eins, wird zusammen gekocht...
Dann gibt es noch das Problem der "Reiseleitung": Wer plant und fährt als Guide vorneweg? Wer fährt als letztes in der Truppe? Auch muss sich der Rest damit abfinden, die eigenen Vorstellungen nicht mehr so einfach umsetzen zu können. Wenn also beschlossen wird um 7:00 Uhr loszufahren, muss sich die ganze Reisegruppe dran halten. Je extremer die Reise ist, umso größer muss die Kompromissbereitschaft des Einzelnen sein, sich dem gemeinsamen und freiwillig gesetzten Ziel unterzuordnen. Nicht jeder kommt damit klar. Deshalb sind zwei "Leitwölfe" in so einem Team auf Dauer nicht einfach, wenn sie, bzw. einer von ihnen, sich nicht in der Rolle des Mitfahrers einordnen können. 
Auch sollte man keine Kritik während der Tagesetappe am Guide üben. Es verunsichert nur, schürt schlechte Stimmung und bringt insoweit nix. Aber am Abend muss darüber gesprochen werden, wenn es zu Spannungen kommt.

Also das Wichtigste: Klare Absprachen treffen!!!

Noch viel wichtiger ist aber das losfahren. Die meisten scheitern leider daran. Es gibt nun mal keine absolute Sicherheit...

Organisatorisches

Bei Reisen ins außereuropäische Ausland unbedingt die Internetseiten des Auswärtigen Amt besuchen. Sollten für das Land oder einzelne Regionen Reisewarnungen bestehen, kann es bei Problemen schnell teuer werden, da sich die BRD die Kosten wiederholen kann, wenn sie tätig wird.
Rechtzeitig das Visum beantragen. Für ein einzelnes Land ist es noch selber zu händeln. Bei mehreren Visa kann eine Agentur die bequemere Lösung sein. Für viele Länder muss der Reisepass bei Einreise noch mindestens ein halbes Jahr gültig sein, auch in Ländern, für die kein Visum nötig ist - also rechtzeitig kontrollieren.
Manchmal empfiehlt sich auch eine internationale Zulassung. Die wird aber nicht in jedem Fall von der Behörde ausgestellt. Sagt einfach Ihr wollt nach Syrien, dort verlangt man sie (wurde aber bei uns nicht kontrolliert). Wahrscheinlicher benötigt man den Internationalen Führerschein und auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung.
Macht Kopien von den Papieren: Also vom Reisepass, Visum, Internationalen Führerschein und auch vom Impfausweis, falls im Land eine Gelbfieber-Impfung nötig ist. Noch besser ist es, die Kopien beglaubigen zu lassen. Natürlich sollte man die Kopien an einer anderen Stelle als die Originale aufbewahren. Bei Reisen nach Afrika oder in den Nahen Osten empfehlen manche, eine Farbkopie des Nummernschildes zu machen und es einzuschweissen.
Wenn Ihr zu mehreren reist, tauscht die Kopien (auch die Ersatzschlüssel fürs Mopped und Handynummern) aus. Notiert Euch die Adresse der Botschaft im jeweiligen Land, da Ihr dort den neuen Pass beantragen müsst. Auch die Rufnummer für Sperrungen von Kredit- und EC-Karten aufschreiben.

Imfungen

Für einige Länder benötigt man Impfungen gegen Gelbfieber, Tollwut (Kommt wesentlich häufiger als in Deutschland vor. Vermehrt bei Hunden, nach Bissverletzungen Arzt aufsuchen!), Hepatitis A und B, und man sollte vielleicht eine Malariaprophylaxe vornehmen.
Einige Impfungen müssen mindestens vier Wochen vor Abreise gespritzt werden. Auch zwischen einzelnen Impfungen muss manchmal ein Abstand gewahrt werden. Neben der Zeitschiene (Impfplan) ist auch der Kostenfaktor zu beachten. Bei Tollwut kommt noch hinzu, dass zur Zeit in Deutschland nur akute Fälle den Impfstoff bekommen. Das heißt also nur bei einem Biss. Aber ein engagierter Apotheker kann die Impfdosen aus dem Ausland bestellen. Bei außergewöhnlichen Umständen einen Facharzt (Tropenmediziner oder reisemedizinisch fortgebildeter Arzt) aufsuchen.

Vorbeugung

Magenverstimmungen, Durchfall,  Hepatitis A, etc. holt Ihr Euch über Essen, dass in unhygienischen Verhältnissen zubereitet wurde. Deswegen gilt die goldene Regel:
COOK IT, PEAL IT OR FORGET IT
- Koch es, schäl es oder vergiss es -
Salat, Eis, Eiswürfel in Getränken, rohes Gemüse, etc. nicht essen. Wenn man so etwas isst, kann etwas - muss aber nichts passieren. In manchen Situationen, z.B. bei einer Einladung, wäre es unhöflich, wenn man Essen abschlägt. Zum Essen bekommt man meist eine Flasche einfaches Wasser gereicht. Wenn die Herkunft unklar ist, sollte man sich eine Flasche Mineralwasser bestellen, die erst am Tisch geöffnet wird. Auch beim Zähne putzen kein Leitungswasser benutzen.
Imodium hilft im übrigen nur selten, da der Erreger in fremden Ländern ein anderer ist. In fast jedem Dorf gibt es das landestypische Pendant dazu. Bei längeren Touren kann man vorher mit einem Privatrezept ein Antibiotikum kaufen, das man im Extremfall nehmen kann. Wer schon mal eine Campylobacter-Infektion hatte, kann sich bestimmt was besseres vorstellen, als so was in der Wüste ohne Medikament abfeiern zu müssen.

Wird fortgesetzt...

Heading South - Destination Ushuaia

Heading South -
                Destination Ushuaia
Dunebanner.jpg